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Wenn die Frage „woher kommst Du?“ nicht so einfach zu beantworten ist, wenn
man mehrere Sprachen spricht, sie jedoch nicht immer schreiben kann, wenn man
mit dem Flugzeug geflogen ist, bevor man laufen gelernt hat, wenn man seine
Freunde nach Kontinenten sortiert und die Welt geografisch besser kennt als die eigene
Stadt, dann trifft die Bezeichnung Third Culture Kid (TCK) zu. Fragt man diese
Personen nach ihrer Heimat, so sind sie ratlos. Kinder von Diplomaten, Missionaren
oder Geschäftsleuten sind kleine Weltenbummler, die meistens auch später kaum
Wurzeln schlagen können. Ist die Zeit gekommen, in der es im „Schlepptau“ der Eltern wieder nach Hause geht, Voraussetzung ist hier das im Reisepass eingetragene Land, so wird plötzlich klar,
dass dieser Schritt viel schwieriger sein kann, als die Entscheidung, ins Ausland zu
gehen. So bezeichnet sich ein TCK selbst als Fremder in der eigenen Kultur. „Man ist
ein hidden immigrant, ein unsichtbarer Immigrant“, denn das Fremdsein sieht man
ihm nicht an (Rampas 2004).
Um zum Thema Third Culture Kids zu stoßen ist es vorab notwendig, die Gruppe der Expatriates vorzustellen. Zunächst soll die Entwicklung, Definition und Erläuterung des Begriffs Expatriate und Entsendung folgen. Zudem werden die Expatriates- Persönlichkeit heraus gearbeitet und unterschiedliche Faktoren genannt, die bei der Entsendung und bei der Rückkehr relevant sind. |
